latex:tutorial

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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latex:tutorial [06.03.2013 15:49]
Thomas Schlager Kürzung Bilder
latex:tutorial [30.12.2015 14:40] (aktuell)
Thomas Quaritsch Test
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 </​code>​ </​code>​
  
-Bitte tippen sie die Zeichen genau in dieser Form ab. Es ist keineswegs egal, welche Klammern (eckige, geschwungene,​ runde) Sie benutzen. Der Abschnitt vor ''​\begin{document}''​ nennt sich Präambel (Preamble). Darin werden hauptsächlich Anpassungen am Ausgabedokument festgelegt. Der Bereich zwischen ''​\begin''​ und ''​\end{document}''​ ist der inhaltliche Teil:+Bitte tippen sie die Zeichen genau in dieser Form ab. Es ist keineswegs egal, welche Klammern (eckige, geschwungene,​ runde) Sie benutzen. Der Abschnitt vor ''​\begin{document}''​ nennt sich Präambel (Preamble). Darin werden hauptsächlich Anpassungen am Ausgabedokument festgelegt. Der Bereich zwischen ''​\begin{document}''​ und ''​\end{document}''​ ist der inhaltliche Teil:
  
 {{ :​latex:​grundgeruest.png?​nolink |Das LaTeX-Grundgerüst}} {{ :​latex:​grundgeruest.png?​nolink |Das LaTeX-Grundgerüst}}
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 ===== Überschriften und Abschnitte ===== ===== Überschriften und Abschnitte =====
  
-Wir haben nun zwei Absätze, die wir mit einer Überschrift einleiten wollen. In LaTeX ist das Erzeugen einer Überschrift mit dem Einleiten eines neuen Abschnitts im Ausgabedokument verknüpft. Unser Abschnitt soll "​Einleitende Worte" ​heissen. Wir fügen vor unserem ersten Absatz eine neue Zeile ein:+Wir haben nun zwei Absätze, die wir mit einer Überschrift einleiten wollen. In LaTeX ist das Erzeugen einer Überschrift mit dem Einleiten eines neuen Abschnitts im Ausgabedokument verknüpft. Unser Abschnitt soll "​Einleitende Worte" ​heiẞen. Wir fügen vor unserem ersten Absatz eine neue Zeile ein:
  
 <code latex> <code latex>
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 Das Ergebnis ist eine nummerierte Überschrift. Abschnitte lassen sich hierarchisch unterteilen. Standardmäßig stehen die Ebenen ''​\section'',​ ''​\subsection'',​ ''​\subsubsection'',​ ''​\paragraph''​ und ''​\subparagraph''​ zur Verfügung. In anderen Dokumentklassen gibt es z.B. noch ''​\chapter''​ und ''​\part''​ als übergeordnete Ebenen. LaTeX erzeugt automatisch eine richtig verschachtelte Nummerierung. Ausschlaggebend dafür ist ausschließlich die Reihenfolge und Tiefe, in der die Befehle angegeben werden. Das Ergebnis ist eine nummerierte Überschrift. Abschnitte lassen sich hierarchisch unterteilen. Standardmäßig stehen die Ebenen ''​\section'',​ ''​\subsection'',​ ''​\subsubsection'',​ ''​\paragraph''​ und ''​\subparagraph''​ zur Verfügung. In anderen Dokumentklassen gibt es z.B. noch ''​\chapter''​ und ''​\part''​ als übergeordnete Ebenen. LaTeX erzeugt automatisch eine richtig verschachtelte Nummerierung. Ausschlaggebend dafür ist ausschließlich die Reihenfolge und Tiefe, in der die Befehle angegeben werden.
  
-Abschnitte können innerhalb des Dokuments quer-verwiesen werden -- Sie können ​Sich in einem Abschnitt auf einen anderen (bzw. dessen Nummerierung) beziehen. Die Nummerierung müssen sie dabei aber nicht manuell angeben -- die kann sich ja bekanntlich ändern (ebenso wie die Seite). Dazu geben Sie eine versteckte Markierung (englisch: "​label"​) an, auf die Sie Sich später beziehen können. Es ist guter Stil, beim Erstellen jedem Abschnitt auch ein Label zu geben:+Abschnitte können innerhalb des Dokuments quer-verwiesen werden -- Sie können ​sich in einem Abschnitt auf einen anderen (bzw. dessen Nummerierung) beziehen. Die Nummerierung müssen sie dabei aber nicht manuell angeben -- die kann sich ja bekanntlich ändern (ebenso wie die Seite). Dazu geben Sie eine versteckte Markierung (englisch: "​label"​) an, auf die Sie sich später beziehen können. Es ist guter Stil, beim Erstellen jedem Abschnitt auch ein Label zu geben:
  
 <code latex> <code latex>
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 </​code>​ </​code>​
  
-Das war nicht schwierig. Kompilieren Sie Sich ein Ausgabedokument und sehen Sie nach, was dargestellt wird. LaTeX erzeugt eine einzeilige, zentrierte Gleichung. Sie sehen sofort, dass Buchstaben nun automatisch kursiv sind -- schließlich sind sie Variablen. Zahlen und Operatoren hingegen bleiben normal.+Das war nicht schwierig. Kompilieren Sie sich ein Ausgabedokument und sehen Sie nach, was dargestellt wird. LaTeX erzeugt eine einzeilige, zentrierte Gleichung. Sie sehen sofort, dass Buchstaben nun automatisch kursiv sind -- schließlich sind sie Variablen. Zahlen und Operatoren hingegen bleiben normal.
  
 Nun erstellen wir eine weitere Gleichung, in der die Variablen auch Indizes haben: dies geschieht mit dem Unterstrich ''​_''​. Vor diesem Zeichen hatten wir Sie anfangs gewarnt. Es kann nur im Mathematik-Modus verwendet werden. Das auf den Unterstrich folgende Zeichen wird tiefgestellt formatiert. Soll so ein Subskript aus mehr als einem Zeichen bestehen, können Sie geschwungene Klammern (''​{}''​) benutzen, um eine Art zusammengehörigen Ausdruck zu schaffen, der zur Gänze tiefgestellt wird: Nun erstellen wir eine weitere Gleichung, in der die Variablen auch Indizes haben: dies geschieht mit dem Unterstrich ''​_''​. Vor diesem Zeichen hatten wir Sie anfangs gewarnt. Es kann nur im Mathematik-Modus verwendet werden. Das auf den Unterstrich folgende Zeichen wird tiefgestellt formatiert. Soll so ein Subskript aus mehr als einem Zeichen bestehen, können Sie geschwungene Klammern (''​{}''​) benutzen, um eine Art zusammengehörigen Ausdruck zu schaffen, der zur Gänze tiefgestellt wird:
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 Schritt für Schritt: ​ Schritt für Schritt: ​
   * ''​\includegraphics{TUG-logo}''​ fügt das Bild ein. Die Dateiendung erkennt LaTeX automatisch. Unterstützt werden im PDF-Ausgabemodus lediglich PDF-, PNG- und JPEG-Grafiken.   * ''​\includegraphics{TUG-logo}''​ fügt das Bild ein. Die Dateiendung erkennt LaTeX automatisch. Unterstützt werden im PDF-Ausgabemodus lediglich PDF-, PNG- und JPEG-Grafiken.
-  * ''​[width=0.1\textwidth]''​ ist eine Option. Sie teilt dem Befehl mit, wie breit die eingebundene Abbildung dargestellt werden soll. Dabei sind absolute Werte in ''​mm''​ und ''​pt''​ oder Werte in Relation zur Textbreite möglich. Selbiges gilt für die Höhe (//​height//​). Solange Sie nur eine der beiden Optionen angeben, bleibt das Seitenverhältnis beim skalieren ​der Grafik erhalten.+  * ''​[width=0.1\textwidth]''​ ist eine Option. Sie teilt dem Befehl mit, wie breit die eingebundene Abbildung dargestellt werden soll. Dabei sind absolute Werte in ''​mm''​ und ''​pt''​ oder Werte in Relation zur Textbreite möglich. Selbiges gilt für die Höhe (//​height//​). Solange Sie nur eine der beiden Optionen angeben, bleibt das Seitenverhältnis beim Skalieren ​der Grafik erhalten.
    
 Nachfolgenden fügen wir noch eine Beschreibung mit Fußnote hinzu: Nachfolgenden fügen wir noch eine Beschreibung mit Fußnote hinzu:
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 </​code>​ </​code>​
  
-''​\footnote''​ setzt also ein Fußnotenzeichen an das Wort "​Logo"​ und legt eine Fußnote mit dem Text "Bitte korrekt verwenden."​ an. +''​\footnote''​ setzt ein Fußnotenzeichen an das Wort "​Logo"​ und legt eine Fußnote mit dem Text "Bitte korrekt verwenden."​ an. 
-===== Festlegen eines Titels ​=====+===== Titelei ​=====
  
-Da der Dokumentinhalt somit fertiggestellt wurde, passen ​wir noch ein paar Kleinigkeiten an - beginnend ​mit dem Titel des Dokuments: dazu legen wir in der Präambel (am besten ​vor dem ''​\begin{document}''​) ​folgende ​drei Daten des Titels fest:+Mit dem Inhalt sind wir an dieser Stelle fertig. Wir wollen aber noch ein paar Kleinigkeiten an unserem Dokument verbessern und beginnen ​mit einem einleitenden ​Titel. Dazu benutzen ​wir in der Präambel (kurz vor ''​\begin{document}''​) drei Befehle:
  
 <code latex> <code latex>
Zeile 414: Zeile 414:
 </​code>​ </​code>​
  
-Hier sollte alles klar sein - Titel, Autor und eine Zeile mit dem Datum werden festgelegt (''​\today{}''​ wird durch das aktuelle ​Datum ersetzt ​vorausgesetzt,​ die Computerzeit stimmt).+LaTeX kennt und merkt sich damit Titel, Autor und Datum des Dokuments. Im Datum verwenden wir wiederum einen Befehl, der das Datum des heutigen Tages einsetzt (das passiert bei jedem Kompilier-Vorgang). Dargestellt wird davon vorerst aber nichts.
  
-Damit sind zwar die Daten des Titels festgelegtaber LaTeX weiß ja noch nicht, wohin der Titel gedruckt werden sollWir wollen, dass der Titel gleich auf der ersten Seite steht - deswegen setzen wir nach ''​\begin{document}''​ ein +Um einen einfachen Titel im Ausgabedokument zu generierenbietet ​LaTeX den Befehl ''​\maketitle''​ anFügen Sie ihn nach ''​\begin{document}''​ ein:
  
 <code latex> <code latex>
 +\begin{document}
 \maketitle \maketitle
 </​code>​ </​code>​
  
-Kompilieren und das Ergebnis betrachten!+Der nächste Kompilier-Vorgang bringt ein betiteltes Dokument zum Vorschein.
  
 ===== Inhaltsverzeichnis ===== ===== Inhaltsverzeichnis =====
  
-Beim vorletzten Punkt wollen ​wir uns dem Erstellen einer Inhaltsangabe widmenKeine Angstdie einzelnen Einträge werden ​wir nicht selber schreiben, wir werden LaTeX hier für uns arbeiten lassenDie Inhaltsangabe soll gleich nach dem Titel aufscheinen,​ also geben wir unter ''​\maketitle'' ​ein +Nun widmen ​wir uns dem Inhaltsverzeichnis. Unsere Überschriften sind allesamt nummeriertEs wäre gutwenn wir davon auch ein strukturiertes Verzeichnis hättenDafür benutzen ​wir direkt nach ''​\maketitle'' ​den Befehl ''​\tableofcontents'':​ 
 + 
 <code latex> <code latex>
 +\begin{document}
 +\maketitle
 \tableofcontents \tableofcontents
 </​code>​ </​code>​
-Damit alle Referenzen (auch die in der Inhaltsangabe) passen, wieder **zweimal** ​kompilieren ​- fertig.+ 
 +Auch hier ohne weitere Erklärung: zwei Mal kompilieren.
  
 ===== Kopf- und Fußzeilen ===== ===== Kopf- und Fußzeilen =====
  
-Zuletzt werden ​Kopf- und Fußzeilen ​angepasstEin Paket scrpage2 erledigt diese Aufgabe sehr schön+Zur Abrundung ändern wir das Aussehen unserer ​Kopf- und Fußzeilen. ​Wir gehen nun nicht weiter auf die recht umfangreichen Möglichkeiten ein. In der Präambel fügen wir dafür ein neues Paket und einige Befehle hinzu: 
 <code latex> <code latex>
 \usepackage[automark]{scrpage2} \usepackage[automark]{scrpage2}
-</​code>​ 
-Damit ist das Paket geladen, LaTeX müssen wir noch sagen, dass es damit das Seitenlayout ("​pagestyle"​) schmücken soll: in die Präambel kommt  
-<code latex> 
 \pagestyle{scrheadings} \pagestyle{scrheadings}
 +\clearscrheadfoot
 +\ifoot[]{\author}
 +\ofoot[]{\pagemark} ​
 </​code>​ </​code>​
-Kompilieren,​ das Ergebnis sollte mit Kopf- und Fußzeilen versehen sein (die Seite, auf der sich der Titel befindet, wird hierbei anders beschriftet). 
  
-Wer selbst ein bißchen an der Formatierung schrauben willkann dies recht einfach tun: die eckigen Klammern betreffen die Titelseite, die geschwungenen Klammern das restliche Dokument  +Wenn Sie sich für Details interessierenkönnen Sie im Bereich ​[[latex:​fortgeschrittene#​kopf-_und_fusszeilen_gestalten|Anwendung für Fortgeschrittene]] eine kleine Einführung für ''​scrpage2''​ findenDas Paket Scrpage2 ist vielfältig ​und [[ftp://​ftp.ctan.org/​tex-archive/​macros/​latex/​contrib/​koma-script/​scrguide.pdf|gut dokumentiert]]. Damit lassen sich viele unterschiedliche ein- und zweiseitige Kopf- und Fußzeilenstile flexibel realisieren.
-  * \ihead[...]{...} - linke Kopfzeile +
-  * \chead[...]{...} ​mittlere Kopfzeile +
-  * \ohead[...]{...} - rechte Kopfzeile +
-  * \ifoot[...]{...} - linke Fußzeile +
-  * \cfoot[...]{...} - mittlere Fußzeile +
-  * \ofoot[...]{...} - rechte Fußzeile +
-  +
-Wird keine dieser Größen angegeben, verwendet ​scrpage2 ​die StandardeinstellungenWird beispielsweise  +
-<code latex> +
-\lhead[]{} +
-</​code>​ +
-gesetzt, bleibt der linke Teil der Kopfzeile leer.  +
-<code latex> +
-\ifoot[]{Mein Name} +
-\cfoot{} +
-\ofoot[]{\pagemark} +
-</​code>​ +
-setzt in der Fußzeile links den Text "Mein Name" ​und rechts die aktuelle Seitenzahl, die Mitte der Fußzeile bleibt frei (ausgenommen ist die Titelseite). Wer sich weiter damit spielen möchte, wird auf die [[ftp://​ftp.ctan.org/​tex-archive/​macros/​latex/​contrib/​koma-script/​scrguide.pdf|KOMA-Dokumentation]] verwiesen.+
latex/tutorial.1362581376.txt.gz · Zuletzt geändert: 06.03.2013 15:49 von Thomas Schlager